Für den Weitblick im Titelbild dieses Blogs sorgt im Februar ein GigaPan-Panorama. Geschossen wurde es im Landschaftspark Duisburg bereits im Dezember 2008.Vom Gigapixel ist das Bild übrigens weit entfernt, es kommt “nur” auf 180 Megapixel.
In der Zwischenzeit wurde der GigaPan-Imager gepimpt und weitere GigaPans damit fotografiert. Wenn auch nicht ganz so viele wie ich gehofft hatte. Mal schauen was dieses Jahr in Sachen GigaPixel bringt.
Schnell sind die eigenen Fotos im Internet, aber: präsentiere ich meine Werke auch optimal? Und den richtigen Leuten? Tipps für und Fragen an Interessierte.
Mann, war das früher mühsam. Die Filme mussten erst aus der Entwicklung zurück sein, von Hand gescannt werden und dann wurde nachbearbeitet. Dann der Upload, die Fotos im HTML einbetten, preview, weiteres Tuning …
Vor acht bis zehn Jahren war das schon ein mühseliges Unterfangen.Und heute? Wenn der Upload nicht gleich von der (Handy-)Kamera erfolgt, ist der Weg doch eher flott: Speicherkarte ausgelesen, minimale Korrekturen und mit einem geeigneten Programm in einem Schritt uploaden, benamsen und ggf. taggen – et viola.
Klar, mit den Ansprüchen wächst der Aufwand für den Workflow, aber im Vergleich bleibt das Tempo immer noch rasant.
Aber kaum hat man sich bei einer der großen Foto-Communities angemeldet und ein paar Fotos hochgeladen, oder einen Fotoblog eingerichtet, schon kommen unbequeme Fragen.
Gefällt mir die Art der Präsentation? Anderen auch? Lenkt die Benutzeroberfläche nicht ab? Sind die Fotos zu klein? Was, wenn da einer meine Fotos klaut? Was, wenn die Falschen Leute meine Fotos sehen?
Sich vor dem Upload einige Fragen zu stellen – vielleicht auch nochmal nachdem man die eigene Fotogallery schon eine Weile online hat – ist eine gute Idee.
Wer soll / darf meine Fotos sehen? Das Foto von der beim Baden fotografierten vier Monate alten Tochter soll nur die Familie sehen. Die Dokumentation der letzten Kegelclubfete auf keinen Fall die Kollegen.
In der Frage steckt schon eine feine Abstufung: wer soll die Fotos sehen (primäre Zielgruppe) und wer darf (sekundäre Zielgruppe) oder darf nicht (Ausschlussgruppe) die Fotos betrachten.
Haben die eigenen Fotos einen künstlerischen Anspruch, dann macht eine große Zielgruppe Sinn. Wer das Heranwachsen seiner Kinder dokumentiert wird sehr gezielt bestimmen wollen wer Zugriff hat. Wem manche der eigenen Bilder gar peinlich sind oder wer nicht möchte das jedermann ein Foto gleich mit dem Fotograf in Verbindung bringen kann, der muss vielleicht sogar zu einem Pseudonym greifen. Vorher ein paar Gedanken daran zu verschwenden empfiehlt sich, schließlich vergisst das Internet nichts. Meine Fotos darf jeder sehen, meine Hauptzielgruppe sind Fotointeressierte und Anonymität brauche ich nicht.
Wie tech-savvy sind meine Zuschauer? Wer Bilder mit älteren Generationen teilen möchte, der wird eine übersichtliche Benutzerschnittstelle (die auch Silver-Surfer gerne bedienen) vorziehen. Die Generation Upload hat im Lauf der Zeit gelernt zwischen Inhalt und Medium zu unterscheiden, da stört dann auch eine komplexes GUI kaum noch. Der Ästhet fühlt sich von Bedienelementen schon abgelenkt, bei Communities mit Geek-Faktor (ala Flickr) wird er nimmer glücklich. Mir ist es wichtig das möglichst viele Menschen Zugang zu meinen Fotos bekommen, eine einzige Bildgalerie genügt meinen Zwecken nicht.
Was zeige ich, einen Schuhkarton mit Fotos oder Kunst? Sind es nur die besten Ergebnisse meiner Fotografie die ich zur Schau stellen will oder auch den Weg dorthin? Oder dokumentiere ich Geschehnisse und möchte mich mit vielen Bildern mitteilen. Nicht nur in der Kunst gilt: weniger ist mehr, ein Portfolio enthält kaum hunderte Fotos, die Dokumentation einer Hochzeit hoffentlich (viel) mehr als fünf. Außerdem: Freunde und Familie sind zwar sehr gnädig wenn es um Gestaltung und Bildqualität geht, die guten Treffer wie die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen überfordert auch sie. Ich möchte zweierlei: eine gediegene Präsentation meiner besten Fotos, genauso wie einen “virtuellen Schuhkarton” in dem auch Experimente, Doku und nicht optimale Fotos Platz haben. Also zwei verschiedene Präsenzen.
Im nächsten Artikel dieser Serie geht es dann darum wie die Inhalte und Themen der eigenen Fotografie die Art der Präsentation mitbestimmen.
Manuelles Fokussieren ist heute kein Spaß mehr. Das Sucherbild ist oft dunkel, klein, die Suchermattscheiben kaum zur Beurteilung der Bildschärfe tauglich. Auf dem Kameradisplay zeigen bestenfalls hohe Zoomfaktoren ob die Aufnahme scharf war oder nicht.
Mit Autofokus und Blenden jenseits der 8 fällt all das freilich kaum ins Gewicht. Beim manuellen Arbeiten (z.B. bei der Makrofotografie, Panoramafotos, HDR-Aufnahmen oder Tilt-Shift-Objektiven) verzweifelt man beim betrachten der Bilder am heimischen Bildschirm schon mal. Ja, die eigene nachlassende Sehschärfe trägt ihren Teil zum Problem bei.
Dabei ist Abhilfe einfach: in kniffligen Situationen einfach die Sucherlupe andocken. Sie kann rotiert, weggeklappt und feinjustiert werden.
Mein Exemplar ist mir bei einem Fotoflohmarkt neuwertig für EUR 40,- in die Hände gefallen (Originalzubehör des Kameraherstellers). Der Vergrößerungsfaktor ist 2,3 – damit sind sogar die Fresnellinien der Mattscheibe erkennbar. Beim bodennahen Arbeiten nimmt ihr großer Bruder, der Winkelsucher mit einklappbarer Sucherlupe, ihre Rolle als nützliches Zubehör ein.
Die Rubrik “Gadget des Monats” ist ein Produktreview auf Basis eigener Erfahrungen, aus eigenem Antrieb.
Dieser Blogpost ist keine Werbung, kein Advertorial, kein verabredeter Produkt-Review. Es gibt nur eine Verbindung mit dem Hersteller bzw. dessen Vertriebspartnern: ich bin Kunde.
Gedanken zur Präsentation der eigenen Bilder im Netz und wie das Bessere immer der Feind des Guten bleiben wird.
Gehen wir nochmal die Checkliste durch: ich informiere mich im Internet über Fototechnik, alle EBV-Tutorials bekomme ich aus dem Internet, Abzüge und Prints auf Leinwand bestelle ich auch über’s Internet.
Bei den einschlägigen Communities hat man sich schnell angemeldet und ein paar Bilder hochgeladen, so weit so gut.
Doch die Benutzerschnittstellen und die Bildpräsentation lassen leider immer wieder zu wünschen übrig. Je nach Anbieter geht es für den Benutzer wenigstens noch funktional zu, der eigene Sinn für Ästhetik wird aber oft herausgefordert.
Doch gottlob geht’s auch anders. Die Möglichkeiten zur ansprechenden Bildpräsentation sind vielfältig. Vom kommerziellen Sorglospaket bis hin zu Lösungen für den selbst gehosteteten Webspace – für jeden Topf findet sich ein Deckel.
Zumindest für den, der ausdauernd sucht. Für den kleinen ebenso wie für den großen Geldbeutel findet sich etwas. Kaum hat man für sich die Lösung entdeckt die passt wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge, schon stolpert man beim Nachbarn auf eine noch bessere wenn nicht schönere Lösung.
Wie ich auf dieses alte Thema komme? Im Lauf der Zeit habe ich das ein oder andere ausprobiert, wieder verworfen, neues begonnen und ebenfalls verworfen.
Und es ist wieder mal soweit: hier muss sich etwas ändern. Ein Fotograf der sich im Internet tummelt muss seine Bilder auch dort präsentieren. Ohne große Worte, ohne großen administrativen Aufwand, viel Platz auf dem sich die eigenen Bilder breitmachen.
Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt. Wie wahr! Da werden Gedanken investiert, Dinge ausprobiert, beim Nachbarn einiges abgeschaut, gelernt, die Spezifikation weiter ausgefeilt und und und.
Dieser Blog soll also schöner werden. Dazu gibt’s in den nächsten Wochen Gedanken, Fragen und Erfahrungen. Eure Fragen, Hinweise, Kommentare und ggf. Guest Posts sind dabei jederzeit willkommen.
Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt
Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt
Was ist eigentlich draus geworden, aus der Idee jedes Kind mit einem – nun ja – Laptop-ähnlichen Ding bessere Bildungschancen zu verschaffen? ChristophD informierte heute auf dem 26sten Chaos Communication Congress.
Wer das Video nicht ansehen mag, hier die Zusammenfassung:
das Projekt geht weiter
ca. eine Million OLPC wurden “an die Kinder” gebracht
einzelne Länder sind schon (fast) flächendeckend
der Preis liegt bei ungefähr US$ 188
für Entwickler sind nach wie vor Leihgeräte verfügbar, aber …
zu kaufen ist der OLPC in westlichen Ländern nicht (schade)
Trotz mancher Rückschläge ist das Projekt noch immer sehr beeindruckend. Außerdem waren schon Konzeptzeichnungen von einem Tablet-artigen X-PO3 mit Tastatur zu sehen. Seeehr sexy
… kannst Du auch im jungen Jahr 2010 wieder bei einigen Blochnachbarn. Dennis von fototopic.de hat einen Fotowettbewerb zum Thema Freundschaft laufen (bis Ende Januar 2010) laufen. Der Mann haut ganz schön Preise raus. Außerdem verlost er noch Photoshop Elements Lizensen.
Steffen G. hat auf lensflare.de das Dauerprojekt Vier Jahreszeiten angezettelt. Zu gewinnen gibt es dort ewige Jugend und weltweiten Ruhm. Glaube ich …
Wie, immer noch keine Kamera in der Hand? Wer nicht wagt der nicht gewinnt! Schließlich ist die Teilnahme an Fotowettbewerben immer eine interessante Erfahrung und auf jeden Fall eine gute Möglichkeit die eigenen Bilder auch anderen zu zeigen. Oder fotografierst Du für den Schuhkarton?
Was waren das noch für goldene Zeiten! Dein Sensor hieß “Film” und noch nicht analog, Du hast für Dich selbst fotografiert, neben Deinem Schreibtisch stapelten sich Diakästen und Abzüge in Schuhkartons, keiner hat sich für Dein Zeug’s interessiert und Du wurdest in Ruhe gelassen.
“Du brauchst ein digitales Zuhause im Web 2.0″ haben sie gesagt. “Eine eigene Webseite oder einen Fotoblog musst Du haben” haben Sie gesagt. “Ja, und bei Flickr und fotocommunity.de musst Du Deine Bilder einstellen.”
Ich habe dann all das gemacht und schwer war’s ja eigentlich nicht. Dutzende kamen täglich vorbei, Hunderte schauen sich Deine Bilder auf Flickr an. Das ist so, als ob eine Rolltreppe durch Dein digitales Wohnzimmer führt und alle schauen was an Deinen Wänden hängt. Tag und Nacht.
Manchmal findet dann einer Gefallen an Deinem Zeugs, verpetzt es Anderen und plötzlich stehen sie zu Tausenden mitten drin in Deinem digitalen Heim. Haben die denn alle kein eigenes Zuhause???
Nee wirklich, wo sich früher nur Deine Familie und Freunde bei Deinen Diashows das Gähnen verkniffen, da wird heute der Exhibitionismus offen im Netz ausgelebt. Und alle finden’s auch noch “cool”. Plötzlich ist jeder ein Künstler (oder Wünstler?). Neeneenee, ich weiß nicht …
Berlin, Ende Dezember. Die junge amerikanische Fotografin Audrey zeigt (Video) wie Mißgeschicke und ungewöhnliche Ideen zu ungewohnten Bildern führe.
Audrey beginnt mit ein paar Klassikern: einer achtstündigen Belichtung von Niépce auf Bitumen of Judea, wie es Daguerre aus Versehen gelang den ersten Mensch in einem Foto festzuhalten und mit ein paar anderen Beispielen wie die ersten Fotografen eben auch Bastler und Hacker waren.
Experimental artists, like hackers, use the flaws and weaknesses of their medium to bend it to their will. New techniques are often discovered by accident or through questioning “what happens if I…?”
Und so sind Ihre Projekte schon eher ungewöhnlich. Beschädigte Bilder einer defekten Speicherkarte gehören genauso dazu wie angekokelte Dias und Filmschnipsel die auf einem Stück Papier mit Nadel und Faden zusammengenäht wurden um anschließend in einer Großformatkamera zu landen.
Gefällt’s? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die spielerische Kreativität mit der das Medium Fotografie zu allen möglichen Zwecken “verbogen” wird ist auf jeden Fall erfrischend. Mit solchen Ideen im Hinterkopf muss auch 2010 wieder zu einem interessanten fotografischen Jahr werden.
Gestern: ein interessanter Vortrag des Fotojournalisten Axel Schmidt zum Thema “Das Recht am eigenen Bild und das Ende der Street Photography”.
Einige der Nachbarblogs hatten ja im Lauf diesen Jahres über die gesetzliche Situation in Sachen Street Photography berichtet (bspw. Kwerfeldein zum ersten / zweiten / dritten) … und damit leider auch zur Verunsicherung beigetragen.
Das Problem: werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausgereizt, dann ist mit Street Photos nicht mehr viel anzufangen und der Fotograf setzt sich juristischen Risiken aus.
Auf dem 26c3 (26ster Chaos Communication Congress) im Berliner bcc sprach gestern der Fotojournalist Axel Schmidt (von ddp) über seine praktischen Erfahrungen mit dem Thema.
Neue Erkenntnisse über die gesetzliche Situation gibt es zwar nicht, dafür aber reichlich Tipps und Tricks eines Praktikers. Auf jeden Fall interessant.
Wer diesen und weitere Vorträge vom 26c3 anschauen möchte findet auf dieser Seite Links zu den Streams und ggf. zu den fertigen Videos. Oder bei Youtube und Vimeo einfach mal die Augen offen halten. Oder Ihr kommt einfach her
Das Dezemberbild war ja schon im Mai diesen Jahres zu sehen. Ziel der Aufnahme war es das hier eingesetzte Tragesystem zu fotografieren. Die Point-n-Shoot stand auf dem Gorillapod und mangels Fernauslöser wurde mit Intervalltimer ausgelöst.
Dumm nur das bei der Frontalaufnahme der Gesichtsausdruck völlig entgleist war. Also schnell ein “unbemanntes” Bild in GIMP hinterlagert, eine Maske gepinselt und schon war das Selbstbildnis fertig.