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Der Autofriedhof von Kaufdorf – Erfahrungen

Da hat in einem beschaulichen Dorf in der Nähe von Bern ein Mann die Autoverwertung seines Vaters geerbt. Inklusive einem Stück Wald, in dem hunderte von Oldtimern (fast) aller Zeitalter stehen. Die Natur hat sich dieser Oldtimer im Lauf der Jahrzehnte angenommen – allemal ein faszinierendes Motiv.

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Berichtet hatte ich ja bereits über www.autofriedhof.ch und damals stand mein Entschluss fest diesem Flecken einen Besuch abzustatten. Gestern war es dann soweit. Seht selbst.

Anfahrt: das Navi bring mich mühelos nach Kaufdorf (Ziel: Moosstrasse 46, Kaufdorf, Schweiz), die Parkplätzte sind ausgeschildert. Es ist ca. 12:00 Uhr an einem Donnerstag und es ist nicht viel los.

Eintrittsgeld: am Eingang empfängt mich ein junger Mann und erklärt mir das ein normales Ticket 13,- Schweizer Franken kostet und ich damit nur von den Stegen und dem eingezäunten Weg aus fotografieren darf. Wenn ich “wie die Profis” fotografieren und mich zwischen den Fahrzeugen bewegen will brauche ich einen Fotopass und der kostet 50,- SFr pro Tag und Nase (s. a. Video 1).

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Der Autofriedhof liegt in einem kleinen Waldstück, die Autos befinden sich zwischen den Bäumen, teilweise von Gestrüpp überwachsen, teilweise in den Boden eingesunken.
2008-043D-0105-e01-webgal.jpg Da man sich in weiten Teilen des Autofriedhofs nicht problemlos zwischen den Fahrzeugen bewegen kann, hat man eigens zur im Gelände installierten Kunstausstellung Stege gebaut, auf denen man sich bequem über den Fahrzeugen bewegen kann. Das dürfte dann auch der Grund sein weswegen viele Fotos ‘von oben herab’ entstehen.

Bewegen zwischen den Fahrzeugen ist nur den Inhabern eines ‘Photo-Pass’ gestattet.

2008-043D-0104-e01-webgal.jpg Doch Obacht, was sich wie ein Spaziergang zwischen den Autowracks anhört artet oft zur Klettertour aus. Die Fahrzeuge stehen oft so dicht das man nicht zwischen den Fahrzeugen laufen kann, sondern auch mal klettern muss. Mit Ausrüstung. Da ich bei solchen Gelegenheiten die Ausrüstung im Harness trage kein Problem, viele Fotografen dürfte das dennoch abschrecken. Nix für Leute mit Ekel vor Spinnen und sonstigem Kriechzeugs.

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Erfahrungen: in dieser Umgebung arbeite ich am liebsten mit zwei Brennweiten. Beim Turnen zwischen den Fz kommt ein extremes Weitwinkel (hier 14mm Vollformat) zum Einsatz (Notiz an mich selbst: der Winkelsucher sollte IMMER dabei sein, Du Schussel). Nicht nur der extremen Perspektiven wegen, sondern hauptsächlich um möglichst nahe ans Objekt ranzukommen und dadurch freizustellen.
Beim zweiten Durchgang nehme ich dann ein Markoobjektiv für die vielen kleinen Details, ggf. mit Blitzunterstützung. In diesem Fall 100er-Macro (Vollformat).
Der Himmel war meist bewölkt, das Licht ist aber auch durch die Bäume schon eher diffus – und selten. ISO 200 bis 800 dürften optimal sein. Ein Ein- oder Dreibein würde ich persönlich dort nicht einsetzen (der extrem niedrigen Perspektive wegen), viele der (SLR)Fotografen benutzen aber offensichtlich welche.

Fazit: sehenswert ist der Autofriedhof schon, für mich besteht da kein Zweifel. Das normale Eintrittsgeld von 13,- SFr empfinde ich als OK, die 50,- SFr für den Photo-Pass lohnen sich IMO nur für kletterwillige Enthusiasten, die sich vor Gewürm nicht ekeln, die extreme Perspektiven lieben und die gerne mit Super-WW arbeiten. Dann sollte man sich allerdings auch auf eine Querfeldeintour einrichten und ausrüsten.

Wer sich manche der Bilder im Web anschaut sollte sich folgendes vor Augen halten: manche der Kunstwerke und alle Stege stören das Bild, interessante Bilder hängen auch vom persönlichen und sportlichen Einsatz des Fotografen ab. Wer gerne Fotos ‘im Vorbeigehen’ macht wird so kaum zu berauschenden Bildern kommen – und kommt mit 13,- SFr für das Standard-Ticket aus.
Meine Bildergebnisse sind übrigens im hybriden Workflow, das wird also ein Weilchen dauern.

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:::Media-Digest » Blog Archive » Der Autofriedhof von Kaufdorf (0 comments)Montag, 11. August 2008 - 13:00:36

[...] “Da hat in einem beschaulichen Dorf in der Nähe von Bern ein Mann die Autoverwertung seines V… [...]

[...] Artikel sind die wichtigsten Deines Blogs (ca. 2-5)? Der Videobericht über den Autofriedhof von Kaufdorf, dies DIY-Tastatur für Bildbearbeitung, die Bodypainting-Galerien und die Umfrage zu Fotografie im [...]

J U Rademaker (0 comments)Mittwoch, 20. Mai 2009 - 12:43:04

Die beiden Filme haben mich offen gestanden enttäuscht. Mehr als die Hälfte der Zeit geht drauf für den Gang des Filmers zur Kasse und das Abfilmen der Holzstege.
Was wirklich interessierte, wären die Autos, dazu (falls möglich) Angaben zum Modell oder zum Alter.
Da hilft wohl nur: selber nach Kaufdorf fahren.
Frage: Hat eigentlich der OLDTIMERMARKT schon einmal Notiz genommen von dieser Kuriosität und von dem existentiellen Probelem des Herrn Messerli?

Uwe (0 comments)Mittwoch, 20. Mai 2009 - 17:35:23

@ Jan: ja, ein Meisterwerk von Wim Wenders sind die beiden Videoschnipsel wahrlich nicht. Nur eine Illustration eines kurzen Erfahrungsberichts. Aber wer hier seine Hilfe und Erfahrung als Videograf oder Filmemacher anbietet, der wird nicht weggeschickt :-)

Wer sich wirklich für den Autofriedhof von Kaufdorf interessiert findet in der Presse eine ausführliche Berichterstattung dazu. All die Fragen die Du hier gestellt hast werden übrigens auf der Webseite beantwortet. Bilder finden sich bei den üblichen Verdächtigen und natürlich bei Flickr.

Ein Besuch in Kaufdorf ist immer eine gute Empfehlung, nur kommt das m. W. zu spät. Der Autofriedhof steht vor der Räumung.

blog.intermayer.com» Blogarchiv » Autofriedhof in der Wallonie (0 comments)Dienstag, 09. Juni 2009 - 20:24:21

[...] Die alten Autos, die blieben, unbehelligt bis heute. Keine Klagen über Umweltverschmutzung, keine Nationalausstellung um das ‘Kulturgut’ zu retten, kein Eintrittsgeld und ein Zaun der ebenso vor sich hin [...]

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