Archiv für die Kategorie ‘Blogs, Web & Podcasts’

Fotowettbewerb? So nicht!

Sonntag, 28. Februar 2010

Ein bekannter Hersteller von Schusters Rappen schreibt einen Fotowettbewerb aus. Die beauftragte PR-Agentur bettelt bei einschlägigen Bloggern darum auf den Wettbewerb aufmerksam zu machen. Wie üblich ohne Gegenleistung – was soll’s.
Der Blick in die Teilnahmebedingungen lässt mich aber schlucken.

6. Der Teilnehmer überträgt Schmumpf* mit dem Upload eines Fotos das nicht-ausschließliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte Nutzungsrecht für sämtliche Nutzungsarten, darunter die bekannten Nutzungsarten wie Vervielfältigungen als Druck oder auf Bild-/Tonträgern, die öffentliche Zugänglichmachung, die öffentliche Vorführung und die Sendung, das Ausstellungsrecht sowie die noch unbekannten, zukünftig bekannt werdenden Nutzungsarten. Eingeschlossen ist das für die Nutzung erforderliche Bearbeitungsrecht.
Das Foto darf mit Werken Dritter zusammen genutzt (vervielfältigt, gesendet, zugänglich gemacht) werden, auch als Zusammenschnitt zum Beispiel für ein Video oder eine Animation. Schmumpf* darf das Foto insbesondere werblich nutzen.

Schmumpf* – Name wurde aus Rücksicht geändert.
Doch, von Bildagenturen her kenne ich das auch so. Aber war das hier nicht ein Fotowettbewerb?

8. Der Teilnehmer muss die von ihm hochgeladenen Fotos selbst erstellt haben.
Mit dem Hochladen eines Fotos bestätigt der Teilnehmer, dass Rechte Dritter (insbesondere Urheberrechte, Leistungsschutzrechte, Recht am eigenen Bild, Markenrechte) nicht verletzt sind. Der Teilnehmer stellt Schmumpf* von allen Ansprüchen Dritter wegen Rechtsverletzungen einschließlich der Kosten der notwendigen Rechtsverfolgung frei.
Schmumpf* unterrichtet den Teilnehmer im Falle einer etwaigen Inanspruchnahme. Der Teilnehmer unterrichtet Schmumpf*, falls ihm nach Ablieferung bekannt wird, dass sich Dritte Rechte an Werken geltend machen. Die hier geregelten Verpflichtungen gelten ausdrücklich auch nach dem Ende des Wettbewerbs fort.

Auch das Bedingungen, wie sie bei Stock- und Microstockagenturen üblich sind. Klar, denn der Bildkäufer soll ja vor Schaden bewahrt werden. Deswegen dann auch der Aufwand mit Model Releases und Property Releases.

Die Dame von der PR-Agentur, nachdem darauf hingewiesen, verweist auf Abschnitt 7:

7. Im  Zusammenhang mit der Durchführung des Gewinnspiels gilt: Die Einräumung der  Nutzungsrechte erfolgt vergütungsfrei. Dies gilt für die Präsentation auf der  Website, für Werbematerial zum Gewinnspiel, die Präsentation zum Beispiel in  Filialen oder den Abdruck von Fotos im Rahmen der Presseberichterstattung und  zwar auch nach Abschluss des Gewinnspiels. Von der vergütungsfreien  Rechteeinräumung unberührt bleibt die Pflicht von Schmumpf* zur Leistung der Prämie  an diejenigen Teilnehmer, deren Fotos einen Gewinn erzielt haben.

Das wird dann auch fleißig kommentiert mit:

  • “… Ihre Rechte als Fotograf stärkt und berücksichtigt.”
  • “… Recht für die Nutzung seines Bildes im Rahmen der
    Kampagne einräumt …”
  • “… schließt auch die spätere Nutzung z.B. für Digital
    Signage im Web etc. ein …”
  • “… Nicht eingeschlossen wäre z.B. die Verwendung eines
    Bildes für eine Aktion zum Sommerschlussverkauf …”
    .

Nein, so recht ernst genommen oder gar verstanden fühle ich mich beim Lesen nicht. Will da vielleicht jemand hauptsächlich Kosten für Bildagenturen und Lizenzierung von Fotomaterial vermeiden? Wie siehst Du diesen Fall?

Mit Deinen Fotos gewinnen …

Montag, 11. Januar 2010

… kannst Du auch im jungen Jahr 2010 wieder bei einigen Blochnachbarn. Dennis von fototopic.de hat einen Fotowettbewerb zum Thema Freundschaft laufen (bis Ende Januar 2010) laufen. Der Mann haut ganz schön Preise raus. Außerdem verlost er noch Photoshop Elements Lizensen.

Steffen G. hat auf lensflare.de das Dauerprojekt Vier Jahreszeiten angezettelt. Zu gewinnen gibt es dort ewige Jugend und weltweiten Ruhm. Glaube ich … ;-)

Wie, immer noch keine Kamera in der Hand? Wer nicht wagt der nicht gewinnt! Schließlich ist die Teilnahme an Fotowettbewerben immer eine interessante Erfahrung und auf jeden Fall eine gute Möglichkeit die eigenen Bilder auch anderen zu zeigen. Oder fotografierst Du für den Schuhkarton?

Hat man denn im Netz nie seine Ruhe?

Sonntag, 10. Januar 2010

Was waren das noch für goldene Zeiten! Dein Sensor hieß “Film” und noch nicht analog, Du hast für Dich selbst fotografiert, neben Deinem Schreibtisch stapelten sich Diakästen und Abzüge in Schuhkartons, keiner hat sich für Dein Zeug’s interessiert und Du wurdest in Ruhe gelassen.

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“Du brauchst ein digitales Zuhause im Web 2.0″ haben sie gesagt. “Eine eigene Webseite oder einen Fotoblog musst Du haben” haben Sie gesagt. “Ja, und bei Flickr und fotocommunity.de musst Du Deine Bilder einstellen.”

Ich habe dann all das gemacht und schwer war’s ja eigentlich nicht. Dutzende kamen täglich vorbei, Hunderte schauen sich Deine Bilder auf Flickr an. Das ist so, als ob eine Rolltreppe durch Dein digitales Wohnzimmer führt und alle schauen was an Deinen Wänden hängt. Tag und Nacht.
Manchmal findet dann einer Gefallen an Deinem Zeugs, verpetzt es Anderen und plötzlich stehen sie zu Tausenden mitten drin in Deinem digitalen Heim. Haben die denn alle kein eigenes Zuhause???

Nee wirklich, wo sich früher nur Deine Familie und Freunde bei Deinen Diashows das Gähnen verkniffen, da wird heute der Exhibitionismus offen im Netz ausgelebt. Und alle finden’s auch noch “cool”. Plötzlich ist jeder ein Künstler (oder Wünstler?). Neeneenee, ich weiß nicht …

So so, Film ist also viel besser als digital …

Samstag, 19. Dezember 2009

Endlich sagt’s mal einer wie’s ist. Der Ken Rockwell hat nämlich herausgefunden das Film viiiiiel besser ist als die digitale Fotografie, mehr Dynamikbereich, mehr Megapixel für’s Geld, es geht ohne Computer, gibt weniger Stress mit Frau / Freundin und überhaupt.

SONY DSC

Der Kim Brebach allerdings, der ist eine richtige Dumpfbacke. Der liest nämlich Ken’s Artikel, denkt sich “Aha” und probiert’s selbst aus. Dabei stellt er sich aber ziemlich ungeschickt an und sagt anschließend: “Stimmt ja alles gar nicht, Film ist doof!”.

Herr, wirf Hirn vom Himmel! Seit einem viertel Jahrhundert ziehe ich Film durch Kameras, fotografiere seit Jahren auch digital, aber so ein schlampiges, hirnloses Geschreibsel wie von den beiden oben genannten Herren habe ich noch selten gelesen.
Kein Klischee das die Gentlemen nicht dreschen, keine Milchmädchenrechnung die nicht gemacht wird, dafür aber pfundweise Blauäugigkeit und verschweigen von wichtigen Informationen.

Ich mag sowohl die Fotografie auf Film wie auch die Digitalfotografie, aber mit solchen Beiträgen werden interessierte Leute einfach nur geneppt. Und das alles nur um ein bißchen Google Juice zu bekommen?

foto-radar.de – GPS für Foto-Freaks im Netz

Dienstag, 01. September 2009

Blognachbar Zoomyboy hat mit foto-radar.de ein “Dings” am Start das einen schnellen Überblick über die Themen auf deutschsprachigen Blogs zum Thema Fotografie bietet.

Pedanten finden in der Seite keinen Ersatz für den Feedreader der unter der Last der Abos schier zusammenbricht, für Schnellleser (wohl die Mehrheit) und Einsteiger ist foto-radar.de aber einfach genial. Thumbs up!
Wer natürlich mit Oskar Barnack und Ansel Adams per Du war und schon alles über Fotografie weiß, der hat’s natürlich nicht nötig :-o Obwohl …

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